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Die feine englische Art

Der britische Hosenbandorden und seine Geschichte

König Charles III. und William, Prince of Wales, bei der Prozession zum Garter Day in Windsor

König Charles III. und William, Prince of Wales, bei der Prozession zum Garter Day in Windsor

Am 23. April ist St. George's Day, der englische Nationalfeiertag. Dem Schutzpatron und Drachentöter Georg ist auch der älteste und exklusivste Ritterorden Großbritanniens gewidmet – der Hosenbandorden, im Original „The Most Noble Order of the Garter“.

König Charles ist der Chef des Ordens

Nur sehr wenigen Menschen wird die Ehre zuteil, diesem Orden anzugehören, darunter in leitender Stellung das Staatsoberhaupt selbst, heute also Charles III., und der jeweilige Prince of Wales. Darüber hinaus gehören maximal 24 weitere Mitglieder dem inneren Kreis an, die vom Monarchen selbst ausgewählt werden und damit in den Ritterstand aufsteigen. Früher war diese Ehre nur dem Adel vorbehalten, heute haben zumindest theoretisch alle Bürgerinnen und Bürger, die sich um Staat und Krone verdient machen, die Chance. Einmal im Jahr im Juni treffen sich die „Knights and Ladies Companions“ zum Garter Day mit einer Prozession in Windsor, bei der sie festlich in Samtcapes und Hüte mit Federschmuck gekleidet und mit den Insignien des Ordens geschmückt zur St. George´s Chapel schreiten. Dort hat jeder und jede von ihnen einen eigenen, mit dem Wappen und einer Namensplakette geschmückten Sitzplatz.

Vorbild waren die Ritter der Tafelrunde

„Garter“ heißt eigentlich Strumpfband – ein Kleidungsstück, das heute, wenn überhaupt, eher Frauen und insbesondere Bräute tragen. 1348 (vor 675 Jahren), als König Edward III. den Orden stiftete – inspiriert von den Geschichten um König Artus und seine Ritter der Tafelrunde –, gehörte ein „garter“ aber auch zur höfischen Herrenkleidung. Heute wird das Band symbolisch dargestellt als eine Art Gürtel mit Schnalle, der das Wappen mit dem Georgskreuz umschlingt und auf dem ein oft zitierter Spruch steht: Honi soit qui mal y pense. Das ist altertümliches Französisch, zu Deutsch: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Das blaue Band samt Spruch taucht auch im Wappen des Vereinigten Königreichs auf.

Eine galante Legende

Wieso gerade dieser neckische Satz gewählt wurde, gibt Rätsel auf. Die Geschichtsforschung hat keine Erklärung zu bieten, nur eine Legende: König Edward III. tanzte mit einer Dame (in manchen Versionen: seiner Geliebten), als ihr peinlicherweise das Strumpfband vom Bein rutschte. Galant hob der Souverän es auf, übergab es ihr und rief den kichernden Höflingen besagten Spruch zu. Wahrscheinlich ist, dass Edward mit dem Satz seinen Herrschaftsanspruch untermauern wollte: Wem das nicht passte, der sollte sich schämen (denn so lautet die Originalbedeutung, der „Schelm“ ist eher eine Fehlübersetzung).

Übrigens konnten zu Edwards Zeit auch Frauen dem Orden angehören, nicht selbstverständlich im Mittelalter! Später wurden sie aber – mit Ausnahme von Königin Elizabeth I. – für lange Zeit ausgeschlossen. Das änderte sich erst 1901 wieder.

Ausländische Monarchen als Ehrenmitglieder

Im Lauf der Geschichte sind bedeutende Persönlichkeiten zu Rittern des Hosenbandordens gekürt worden, darunter Winston Churchill und Margaret Thatcher. Mitglieder des Königshauses bilden eine eigene Kategorie und zählen bei der Beschränkung auf 24 Ritter und Damen nicht mit; gleiches gilt für ausländische gekrönte Häupter. Auch Kaiser Wilhelm II. gehörte einst dem Hosenbandorden an, im Ersten Weltkrieg wurde ihm diese Ehre entzogen. Gleiches geschah dem früheren japanischen Kaiser Hirohito, der seine Mitgliedschaft im Zweiten Weltkrieg verlor, sie aber später bei einem Staatsbesuch in Großbritannien von Königin Elizabeth II. erneut verliehen bekam.

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