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Eine schöne englische Landschaft
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Die feine englische Art

Das „Mills Weekend“ feiert historische Mühlen

Chesterton Windmill im County Warwickshire

Es geht rund

Windmühlen sind wunderschöne Gebäude und heute beliebte Fotomotive, aber früher waren sie lebenswichtig: Ohne ihre Mühlsteine und die Arbeit der Müller gab es kein Mehl und kein Brot. Heute und morgen werden diese historischen Gebäude in Großbritannien beim „National Mills Weekend“ gewürdigt.
https://www.spab.org.uk/mills/national-mills-weekend

Von den rund 10.000 Windmühlen, die sich einst im Königreich drehten, existieren noch etwa 130. Manche stehen dekorativ, aber funktionslos in der Gegend. Andere werden umgenutzt als Wohnhäuser, Kulturzentren, Restaurants. Einige sind mit Liebe restaurierte sogenannte Besuchermühlen, in denen das Mahlwerk noch läuft. Sogar London hat einige historische Mühlen, die vielleicht schönste steht in Brixton, funktioniert noch und kann besucht, aber auch für Hochzeiten gebucht werden.
https://www.brixtonwindmill.org/

Windmühlen gibt es auf den Britischen Inseln spätestens seit dem 12. Jahrhundert. Das County mit besonders vielen Exemplaren ist Lincolnshire – flaches, weites Land, über das der Wind fegt und das wenig schnell fließende Gewässer hat, die sich für den Betrieb von Wassermühlen eignen.

Auch Norfolk war gesprenkelt von Mühlen, von denen noch viele zu sehen sind (darunter leider auch solche, die keine Flügel mehr haben – immer ein trauriger Anblick!). Sie dienten in erster Linie dazu, das sumpfige Land zu entwässern. Die Erfindung der Dampfmaschine und die Elektrifizierung bedeuteten das Aus für diese Technik. Auch importierte härtere Weizensorten verlangten nach einer anderen Methode als das Mahlen zwischen Mühlsteinen.

„Mills“ heißen in Großbritannien aber nicht nur Mühlen, sondern auch Spinnereien. Bis heute werden Textilfabriken so genannt, obwohl sie natürlich nicht mehr von Wasserkraft getrieben werden wie früher (daher der Name, der sich an Wassermühlen anlehnt). Die ersten dieser „mills“ aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert sind sehr schöne Gebäude, vor allem Nordengland hat noch viele davon. Damals legte man Wert auf imposante Architektur. Das Innenleben der Woll-, Baumwoll- und Seidenspinnereien allerdings war weniger idyllisch mit harten Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit. Andrerseits begann nun eine Ära, in der allmählich so etwas wie ein soziales Gewissen entstand. Die Industriebarone bauten Siedlungen und Schulen für ihre Arbeiterfamilien, und es setzte sich der Gedanke durch, dass auch Freizeit und Erholung im Grünen lebensnotwendig sind. Immerhin ein Anfang.

Eins der interessantesten Beispiele ist die Baumwollspinnerei Quarry Bank in Cheshire, die heute dem National Trust gehört.
https://www.nationaltrust.org.uk/quarry-bank

PS: Auch in Deutschland gibt es einen Mühlentag, dieses Jahr am Pfingstmontag, 6. Juni: https://www.deutsche-muehlen.de/deutscher-muehlentag/

PPS: Der 22. Schweizer Mühlentag findet am 28. und 29. Mai 2022 statt: https://muehlenfreunde.ch/de/schweizer-muehlentag/2022/

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