Telefon

Unseren Service erreichen Sie
täglich von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter
0800 202 032

Unser Kundenservice

Die feine englische Art

Unser Katalog

"Die feine englische Art"

Gern schicken wir Ihnen sofort den aktuellsten Katalog per Post ins Haus. Füllen Sie hierzu einfach unser Bestellformular aus.

Jetzt Katalog bestellen

Unsere Kataloge sind immer ein Lesevergnügen. Es macht einfach Spaß, darin zu blättern und immer wieder Neues, Interessantes und Ungewöhnliches (eben typisch Britisches) zu entdecken!

Im Katalog blättern

Eine schöne englische Landschaft
BLOG
Die feine englische Art

„One for sorrow, two for joy“: Elstern und der Aberglaube

„One for sorrow, two for joy“: Elstern und der Aberglaube

Zwei Elstern bringen lt. einem englischen "nursery rhyme" Freude.

Elstern sind schwer zu übersehen und gar nicht zu überhören: Wenn Konkurrenz ins Revier eindringt, eine Katze vorbeischlendert oder irgendetwas anderes stört, machen sich diese imposanten schwarzweißen Vögel laut und deutlich schimpfend bemerkbar. Sie sind weit verbreitet und gehören zu den intelligentesten Tieren überhaupt.  

Aber nicht jeder liebt sie. In Großbritannien und Irland verbindet sich mit Elstern – „magpies“ – ein Aberglaube, der mindestens aus dem 16. Jahrhundert stammt und sich in einem alten Abzählreim niederschlägt:

One for sorrow, two for joy,
three for a girl and four for a boy,
five for silver, six for gold,
seven for a secret never to be told.

Die erste Zeile, laut der eine einzelne Elster Trauer bringt, lässt abergläubische Menschen nervös nach einer zweiten Ausschau halten, sobald ein Single-Vogel im Garten landet. Zum Glück sind Elstern monogam und daher häufig paarweise unterwegs. Ältere Versionen dieses „nursery rhyme“ werden noch deutlicher und verheißen statt „drei für ein Mädchen, vier für einen Jungen“, was sich auf Schwangerschaften bezieht, drastischer:

One for sorrow, two for mirth (ein altmodischer Ausdruck für Freude),
three for a funeral and four for birth

Wer also drei Elstern sieht, darf mit einer Beerdigung rechnen, ob der eigenen oder anderer Menschen, bleibt offen. Beides kein so schöner Gedanke. Flattert ein vierter Vogel hinzu, ist alles wieder gut, dann steht eine Geburt ins Haus.

Warum sieben Elstern für ein Geheimnis stehen, das auf ewig gehütet wird – darüber kann man viel spekulieren. Vermutlich klingt es einfach nur schön mystisch. Das mit dem Gold und Silber hat vielleicht einen Zusammenhang mit dem auch bei uns verbreiteten Volksglauben, Elstern seien diebisch und auf Glitzerkram fixiert. Dafür gibt es aber auch keine Belege, hat eine britische Studie 2018 herausgefunden: www.wissenschaft.de/umwelt-natur/sind-elstern-diebisch

Dass gerade die Elster Objekt des Aberglaubens ist, liegt vielleicht daran, dass sie zu den generell damit behafteten Rabenvögeln gehört und nicht besonders zurückhaltend auftritt. Auch hat sie einen Ruf als Nesträuber, der zwar übertrieben, aber nicht völlig aus der Luft gegriffen ist. Elstern sind bei der Futtersuche nicht wählerisch und nehmen alles mit vom Insekt und Kleintier über Samen und Aas bis hin zu Früchten und eben auch manchmal fremde Jungvögel.

Übrigens gehören Elstern zu den ganz wenigen Tieren, die sich selbst im Spiegel erkennen; das ist in Experimenten nachgewiesen. Außerdem können sie – wie Rabenvögel generell – sprechen oder vielmehr nachsprechen lernen.

Der englische Name „magpie“ hat nichts mit „pie“, also typisch englischer Pastete, zu tun. Die letzte Silbe soll eine Verschleifung des lateinischen Namens „pica“ sein, der wiederum mit unserem Verb „picken“ verwandt ist (Der zoologische Name der Elster ist „Pica pica“). „Mag“ gilt als Kurzform des Namens Margaret und war – wie unfair! – im Mittelalter ein Synonym für eine schwatzhafte Person.

Interesse an Elstern? In der Arte-Videothek gibt´s eine sehenswerte Doku: Elstern – Clevere Überflieger – Die ganze Doku | ARTE   

Schreiben Sie uns einen Leserbrief

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Redaktion sich die Entscheidung vorbehält, ob und wann Ihr Leserbrief an dieser Stelle veröffentlicht wird.

Ihre E-Mail Adresse, den Vornamen und Ihren Namen benötigen wir zur Direktkommunikation zu Ihrer Veröffentlichung, etwa um Missbrauch und Fälle von Rechtsverletzungen unterbinden zu können. Ihre Daten werden ausschließlich in Zusammenhang mit dieser Kommentarfunktion genutzt und zu diesem Zweck in elektronischer Form gespeichert. Eine Weitergabe Ihrer Daten oder Teile davon erfolgt ausdrücklich nicht. Die entsprechende Datennutzung akzeptieren Sie mit dem Ausfüllen und Absenden dieses Formulars. Weitere Informationen zum Schutz Ihrer persönlichen Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bitte füllen Sie das Formular aus (alle Felder müssen ausgefüllt sein).

Leserbriefe (0)

Keine Leserbriefe gefunden!

Neuen Leserbrief schreiben

Mehr aus der Rubrik "Ariane Stech"

Kürbissuppe mal asiatisch

Kulinarisches | von Ariane Stech

Die Nächte werden länger und nebliger, in den Läden grinsen die Kürbisfratzen. Kein Zweifel: Die gruselige Jahreszeit hat begonnen. Glauben Sie an…

Weiterlesen
John Cleese bei einem Auftritt 2017

Kultur-Kompass | von Ariane Stech, Julia Stüber

Schräger Humor und komischer Gang

Sich mit todernstem Gesicht völlig absurd zu benehmen: Darin ist John Cleese unbestrittener Meister. Ob als Beamter…

Weiterlesen
Ansicht des Hampton Court Palace mit Garten

Reisetipps | von Julia Stüber, Ariane Stech

Hampton Court Palace ist für uns einer der schönsten Königspaläste Englands. Schokolade ist nicht das Erste, was einem in den Sinn kommt, wenn man an…

Weiterlesen
Cheers: Welttag des Gins

Kulinarisches | von Ariane Stech, Julia Stüber

An heißen Tagen ist ein schlichter Gin Tonic – auf Englisch heißt er übrigens immer „Gin and Tonic“ – etwas Wunderbares. Mehr als einer oder maximal…

Weiterlesen